Wo sich Mobilität, Umwelt und Kultur treffen, sind die zwei zentralen Institutionen Hannovers nicht weit: stadtmobil Hannover beginnt seine neue Offensive mit einer Flotte von Elektrofahrzeuge mit einem buchstäblich neuen Gesicht. Im Dialog mit dem Sprengel Museum Hannover wurden drei Hannoveraner Künstlerinnen ausgewählt, die jeweils ein neues Elektrofahrzeug aus der Reihe Renault Zoe Life gestaltet haben.

Mit Mareike Poehling, Julia Schmid und Andrea von Lüdinghausen konnten Künstlerinnen aus hiesigen Kunst-Szene gewonnen werden, die den neuen Fahrzeugen eine individuelle künstlerische Note verleihen und Carsharing zum Kunst-Genuss machen. Das jeweils weiße Fahrzeug hat damit seine Unschuld verloren: Schon von außen ist es als Unikat erkennbar und im Innenraum darf man sich im fahrenden Kunstwerk wohlfühlen und auf den kreativen Spuren der Künstlerinnen bewegen.

ArtCar Hannover – ein Kooperationsprojekt vom Sprengel Museum und stadtmobil Hannover mit den drei Hannoveraner Künstlerinnen (v.l.n.r.) Mareike Pohling, Julia Schmid, Andrea von Lüdinghausen

 

Art Cars Hannover beruht auf einer künstlerischen Gestaltung von drei Elektro-Fahrzeugen der Carsharing-Flotte von stadtmobil. Neben einer Förderung der lokalen Kunstszene geht es bei diesem Projekt darum, sowohl die Fahrzeugnutzer*innen als auch andere Verkehrsteilnehmer*innen durch die neuartige Gestaltung der Fahrzeuge dazu anzuregen, das eigene Mobilitätsverhalten hinsichtlich dessen Zukunftsfähigkeit kritisch zu reflektieren. Im Dialog von Kunst und Technik will Art Cars Hannover einen interaktiven Beitrag zur aktuellen Debatte rund um den Themenkomplex Mobilität und Zukunft leisten. 

ArtCar Hannover. Zum Projektauftakt Anfang Oktober 2019 stellten die drei Hannoveraner Künstlerinnen in einer Pressekonferenz ihre künstlerische Idee zu den gestalteten ArtCars dar.

Die Künstlerinnen gestalteten dabei nicht nur ein Fahrzeug, sondern erschafften jeweils ein Kunstwerk im Innen- sowie Außenraum, welches moderne Mobilitäts-Dienstleistungen und Konzept-Kunst visionär miteinander vereint. Dabei setzte sich jede Künstlerin auf ihre eigene Art mit dem Thema auseinander. stadtmobil-Mitglieder haben dabei den Vorzug die entstandenen Werke nicht nur von außen anzuschauen, sondern sich in diesen zu bewegen und somit intensiver in die künstlerische Vision der Künstlerinnen einzutauchen.

So finden sich in jedem ArtCar neben den Erklärungskarten zur künstlerischen Idee auch Dinge, die transformatorisch im Innenraum wirken – wie eine Picknickdecke, ein Booklet mit Impressionen zu Erinnernden Räumen oder eine Skulptur aus Füllmaterial gebrauchter Stofftiere.


ArtCar: Seelendetail | von Andrea von Lüdinghausen, 2019

ArtCar: Picknick mit Tier | von Julia Schmid, 2019

ArtCar: Ein erinnernder Körper | von Mareike Poehling, 2019


Die ArtCars werden voraussichtlich ab KW 43 für die Nutzung zur Verfügung stehen. Die Stellplätze geben wir rechtzeitig bekannt.

Für Neugierige: DERZEIT befinden sich die drei ArtCars am Maschsee, Rudolph-von-Bennigsen-Ufer | Höhe des NDR Sendesaals.